Luxemburg: Erster EU-Mitgliedstaat, der den Moderna-Impfstoff erhält

Luxemburg ist der erste EU-Mitgliedstaat, der den Coronavirus-Impfstoff des US-Labors Moderna erhalten hat. Nach der Marktzulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem grünen Licht der Europäischen Kommission am 6. Januar, wurden heute Morgen 1.200 Dosen des Moderna-Impfstoffs nach Luxemburg geliefert.

Luxemburg verfügt somit über zwei sichere und wirksame Impfstoffe gegen SARS-CoV-2.

Die Formel von Moderna hat den Vorteil, dass sie bei -20°C gelagert werden kann, und nicht bei -70°C wie der Impfstoff von Pfizer. Die beiden Impfstoffe haben nach Angaben ihrer Labore ähnliche Wirksamkeitsraten von 95 % bzw. 94,1 % für Pfizer/BioNTech und Moderna, die beide auf der Verabreichung von zwei Dosen basieren.

Bis heute hat das Großherzogtum insgesamt 110.462 Dosen des Impfstoffs von Moderna und 414.210 Dosen von BioNTech/Pfizer reserviert.

Zu beachten ist auch, dass eine weitere Lieferung von 4.875 Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer ebenfalls wie geplant am 11. Januar 2021 im Großherzogtum eintraf.

Wie wirkt der COVID-19-Impfstoff von Moderna? ​ (Quelle: EMA)

Der COVID-19-Impfstoff von Moderna ist ein Impfstoff zur Vorbeugung der Coronavirus-Krankheit 2019 bei Personen ab 18 Jahren. Er wirkt, indem er den Organismus darauf vorbereitet, sich gegen COVID-19 zu verteidigen. Er enthält ein Molekül namens m-RNA, das die Anweisungen zur Herstellung des Spike-Protein enthält. Es handelt sich um ein Protein auf der Oberfläche des SARS-CoV-2-Virus, welches das Virus benötigt, um in die Körperzellen einzudringen.

Wenn eine Person den Impfstoff erhält, lesen einige ihrer Zellen die m-RNA-Anweisungen und produzieren vorübergehend das Spike-Protein. Das Immunsystem der Person erkennt dann dieses Protein als Fremdkörper und produziert Antikörper und aktiviert T-Zellen (weiße Blutkörperchen), um es anzugreifen. ​

Wenn die Person später mit dem SARS-CoV-2-Virus in Kontakt kommt, erkennt ihr Immunsystem dieses und ist bereit, den Körper dagegen zu verteidigen.

 

Pressemitteilung des Staatsministeriums / Ministeriums für Gesundheit

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