Barrieremaßnahmen

Solange keine wirksame Behandlung und kein Impfstoff verfügbar sind, müssen wir uns auf ein Leben mit diesem Virus einstellen. Um die Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung zu verzögern und gefährdete Personen zu schützen, ist es wichtig, zusätzlich zum Tragen einer Maske, eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen (z.B. Barrieremaßnahmen) zu treffen.

Das A und O ist, dass Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände waschen.

Husten oder niesen Sie bitte in die Ellbogenfalte oder in ein Papiertaschentuch, und werfen Sie Letzteres in einen Mülleimer mit Deckel.

Vermeiden Sie das Händeschütteln oder Küssen.

Minimieren Sie, durch Wahrung eines Abstands von mindestens 2 Metern, vor allem Kontakte mit kranken Personen.

Vermeiden Sie es so weit wie möglich, Ihr Gesicht mit den Händen zu berühren.

Und denken Sie daran, Ihre Ausgänge auf das Nötigste zu beschränken.

Maskenpflicht und Abstandhaltung

Das Tragen einer Maske ist obligatorisch:

  • unter allen Umständen für der Öffentlichkeit zugängliche Aktivitäten, die in geschlossenen Räumen stattfinden (z.B. in öffentlichen Verwaltungen mit Publikumsverkehr, Geschäften und Supermärkten) sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • für jede Zusammenkunft von Personen, an der mehr als vier Personen teilnehmen, in einem geschlossenen Bereich oder unter freiem Himmel.

Zusätzlich zum Tragen einer Maske ist bei Zusammenkünften von vier bis einschließlich zehn Personen ein physischer Abstand von mindestens zwei Metern vorgeschrieben. Diese Verpflichtung gilt nicht für Personen, die demselben Haushalt angehören oder die zusammenleben.

Neben der Pflicht eine Maske zu tragen und einen physischen Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten, ist die Zuweisung von Sitzplätzen bei Versammlungen von mehr als zehn und bis zu hundert Personen obligatorisch.

Ausgeschlossen von der Maskenpflicht und der Distanzregel sind:

  • Kinder unter 6 Jahren;
  • Personen, die aufgrund ihrer Behinderung von der Maskenpflicht befreit sind;
  • Redner und Personen während der Ausübung Ihrer religiösen Tätigkeit;
  • Theater- und Filmschauspieler, Musiker, Tänzer, solange sie ihre professionelle künstlerische Tätigkeit ausüben;
  • Personen beim Ausüben einer Sportart.

Die Verpflichtung der physischen Distanz gilt auch nicht für Märkte im Freien und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel.

Die Verpflichtung, Sitzplätze zugewiesen zu bekommen, gilt weder im Rahmen der Demonstrationsfreiheit noch bei Beerdigungen, Märkten, Museen und Kunstzentren, noch im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten.

FAQ

Wann ist eine Maske zu tragen?

In öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Aktivitäten, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind (Geschäfte, Schalter, Recycling-Zentren, Messen und Ausstellungen, Märkte), ist es obligatorisch, Nase und Mund mit einer Maske, einem Schal oder einem Hals- oder Kopftuch zu bedecken.

Das Tragen einer Maske ist auch bei Versammlungen, drinnen oder draußen, mit mehr als 4 Personen obligatorisch, es sei denn, sie gehören zum selben Haushalt oder zur selben Wohngemeinschaft.

In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

Wer die Vorschriften des Tragens einer Maske und des Mindestabstandes zwischen Sitzplätzen nicht einhält, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bestraft werden.

Wer muss keine Maske tragen?

Kinder unter 6 Jahren sind nicht verpflichtet, eine Maske zu tragen. Kein Kind benötigt eine Maske bei der Teilnahme an Aktivitäten im Rahmen von formaler oder nicht formaler Bildung.

Personen mit besonderen Bedürfnissen, die aufgrund ihrer Behinderung keine Maske tragen können, fallen nicht unter diese Verpflichtung, sofern sie andere sanitäre Maßnahmen ergreifen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Ein ärztliches Attest bestätigt die Unfähigkeit eine Maske zu tragen.

Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel brauchen die Maske nicht zu tragen, wenn ein Abstand von wenigstens zwei Metern zwischen ihnen und den Fahrgästen besteht oder wenn sie durch eine Trennvorrichtung getrennt sind.

Wenn eine Tätigkeit aufgrund der Maske nicht ausgeführt werden kann (z.B. Gesichtspflege), müssen andere sanitäre Maßnahmen ergriffen werden, um eine Ansteckung zu verhindern. Zum Beispiel kann die Fachkraft ein Visier in Kombination mit einer Maske oder eine FFP2-Maske bei der Betreunung eines Kundens tragen.

Religiöse, kulturelle und sportliche Akteure sind bei der Ausübung ihrer Tätigkeit nicht gehalten, eine Maske zu tragen.

Können Kunststoffvisiere Masken ersetzen?

Nein, Visiere aus transparentem Kunststoff schützen die Augen, jedoch nicht Nase oder Mund. Deshalb ist ein Visier allein kein wirksamer Schutz gegen das Coronavirus.

Wie werden die Masken gehandhabt?

Die Einwegmasken dürfen nicht gewaschen werden und müssen nach maximal 8 Stunden Gebrauch in einem Abfalleimer entsorgt werden. Das Herstellungs- und das Verfallsdatum sind auf den Kisten aufgedruckt, im international gebräuchlichen Format: Jahr/Monat/Tag.

Andererseits können selbst genähte Masken aus Stoff, Schals und Hals- oder Kopftücher mehrmals benutzt werden, unter der Bedingung, dass sie täglich nach Gebrauch bei 60 Grad gewaschen werden.

Um mehr über die korrekte Handhabung von Masken zu erfahren, lesen Sie bitte unsere Empfehlungen. Denn das Tragen einer Maske ist eine zusätzliche Barrieremaßnahme, um die Verbreitung der mit dem Virus infizierten Tröpfchen einzudämmen. Das Tragen der Maske kann jedoch das Risiko der Ansteckung vergrößern, wenn nicht richtig damit umgegangen wird. 

Ist ein Bart mit dem Tragen der Maske vereinbar?

Jedenfalls muss die Maske gut auf das Gesicht angelegt werden, sonst ist ihre Wirksamkeit nicht gewährleistet. Der Bart muss sauber sein, längere Bärte müssen wie Kopfhaare zusammengebunden werden. Dies gilt sowohl für chirurgische als auch für aus Stoff gefertigte Masken.

Damit FFP2-Masken, die von Ärzten oder medizinischem Personal getragen werden, dicht abschließen, darf der Bart nicht über die Ränder der Maske hinausragen.

Schützen Handschuhe wirkungsvoll gegen das Coronavirus?

Im Alltag schützt regelmäßiges Händewaschen besser gegen das Coronavirus als das Tragen von Handschuhen. Denn Handschuhe verhindern nicht, dass das Virus von einer Fläche zur anderen übertragen wird. Wenn Sie mit dem Virus infizierte Flächen oder Gegenstände berühren, so überträgt sich das Virus auf den Handschuh und von dort aus auf ihre persönlichen Gegenstände wie Schlüssel, Handy, Handtasche, Börse, usw.

Eine hydro-alkoholische Lösung kann Handschuhe nicht effektiv desinfizieren. Außerdem ist das Risiko der Übertragung auf die Hände beim Ausziehen der Handschuhe nicht unerheblich.

Prinzipiell haben Handschuhe eine Reihe Nachteile:

  • Sie vermitteln ein falsches Gefühl von Sicherheit und verführen dazu, sich nicht an die wesentlichen Schutzmaßnahmen zu halten;
  • Sie vergrößern so das Risiko einer Infektion durch das Coronavirus.
  • Sie haben einen negativen Impakt auf die Umwelt, da die meisten Einweghandschuhe weder wiederverwertbar noch biologisch abbaubar sind. 

Wann sollte man Handschuhe tragen?

Einweghandschuhe sind dem Pflegepersonal vorbehalten, das direkten Hautkontakt mit Personen hat, die eventuell mit Corona oder einer anderen ansteckenden Krankheit infiziert sind. Im Bereich der Pflege von Personen mit ansteckenden Krankheiten ist das Tragen von Handschuhen ebenso unabdingbar wie das regelmäßige Waschen der Hände. In allen anderen Fällen wird das Tragen von Einweghandschuhen nicht empfohlen. Einweghandschuhe sind nicht für den alltäglichen Gebrauch bestimmt.

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