Impfung

Die Impfung ist der wirksamste Weg zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Sie ermöglicht es uns, uns selbst und unsere Mitbürger zu schützen. Dank der gemeinsamen Anstrengungen der weltweiten medizinischen Gemeinschaft können wir uns heute glücklich schätzen, Zugang zu SARS-CoV-2-Impfstoffen zu haben. Dies ist ein wesentliches Element im Kampf gegen COVID-19 und wird uns helfen, die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Gesellschaft einzudämmen.

Die luxemburgische COVID-19-Impfstrategie unterstützt den Zugang zu sicheren und wirksamen Impfstoffen und deren Verfügbarkeit, sobald sie auf den Markt gebracht werden.

Dies wird die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie abfedern. Der Impfstoff wird dazu beitragen, Leben zu retten und unsere Ressourcen bestmöglich zu nutzen.

Es bleibt nach wie vor wichtig, während der Umsetzung der Impfstrategie, die Hygieneregeln zu befolgen und eine Maske zu tragen.

Impfstrategie

In einer ersten Phase ist der Impfstoff nicht in ausreichender Menge verfügbar, sodass nicht alle gleichzeitig geimpft werden können. Es ist daher notwendig und legitim, die Prioritäten entsprechend den Zielen der Impfstrategie zu setzen, d. h.

  1. die am meisten gefährdeten Einwohner (aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustands) vor dem Risiko von Komplikationen durch die Krankheit und dem Sterberisiko zu schützen, und
  2. die Belastbarkeit unseres Gesundheitssystems zu wahren.

Aktuell befinden wir uns in Phase 5.

Wer wird in Phase 1 geimpft?

Die Fachkräfte des Gesundheitswesens und das in Krankenhäusern und Altenheimen tätige Personal gehören zu denjenigen, die am stärksten gefährdet sind, COVID-19 ausgesetzt zu werden, und verdienen daher besonderen Schutz, auch um einen "sanitären Gürtel" um die in ihrer Obhut befindlichen infizierten Personen zu bilden.

Ebenso werden Personen, die in Altenheimen leben, vorrangig in der ersten Phase geimpft. In der Tat sind das Alter und das Vorhandensein von Komorbiditäten Risikofaktoren.

Wer wird in Phase 2 geimpft?

In der 2. Phase werden die folgenden Personengruppen geimpft:

Phase 2a: Aufgrund ihres Alters hoch gefährdete Personen

  • Personen ab dem 75. Lebensjahr, beginnend mit den Ältesten

Phase 2b: Aufgrund von Vorerkrankungen hoch gefährdete Personen 

  • Personen mit Trisomie 21, Erwachsene
  • Festorgantransplantation, einschließlich Personen auf einer Warteliste, die sich innerhalb der ersten 6 Monate einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation unterzogen haben oder die eine immunsuppressive Behandlung erhalten
  • Menschen mit Krebs oder bösartiger Hämopathie unter Behandlung (Chemotherapie, Strahlentherapie, Immuntherapie)
  • Menschen mit angeborenen Immundefekten

Personen mit einer Krebserkrankung, die regelmäßig in einem der onkologische Dienste des Landes behandelt werden, werden über das Krankenhaus, in dem sie behandelt werden, eingeladen, sich impfen zu lassen. Andere Personen, die als hochgefährdet gelten, können ab dem 1. März über ihren Haus- oder Facharzt zur Impfung angemeldet werden und erhalten dann eine Einladung per Post. Auch diese Patienten können im Krankenhaus geimpft werden.

Wer wird in Phase 3 geimpft?

In der 3. Phase werden die folgenden Personengruppen geimpft:

Phase 3a: Aufgrund ihres Alters erheblich gefährdete Personen

  • Personen im Alter zwischen 70 und 74 Jahren, beginnend mit den Ältesten.

Phase 3b: Aufgrund von Vorerkrankungen erheblich gefährdete Personen

  • Personen mit medikamentös erworbener Immundefizienz: Immunosuppression, Biotherapie und/oder Kortikotherapie über längere Zeit mit immunosuppressiver Dosis
  • Personen mit einem der folgenden Faktoren:
    • HIV-Infektion mit CD4 <200/mm3
    • Asplenie, funktionell oder nicht
    • Schwere chronische Atemwegserkrankung
    • Schwere chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), GOLD-Stadium 3 und 4, Gruppe D*
    • Mukoviszidose
    • Schwere chronische Lungenfibrose
    • Schwere restriktive extrapulmonale Erkrankung mit oder ohne Beatmungshilfe
    • Schweres unkontrolliertes Asthma (Stufe 5 nach GINA)§ Kortikosteroid-abhängig (unter oraler Kortikosteroid-Therapie)
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung:
    • Herzinsuffizienz im NYHA-Stadium III oder IV
    • Instabile koronare Herzkrankheit
    • Kardiomyopathie
  • Schwere neurokognitive Störung (MMST-Punkte < 20)
  • Chronische Nierendefizienz mit Dialyse
  • Zirrhose im Stadium B oder C des Child-Pugh-Score
  • Krankhafte Fettleibigkeit (Body-Mass-Index > 40 kg/m2)

Die von der Phase 3a betroffenen Personen, d. h. Personen zwischen 70 und 74 Jahren, erhalten per Post eine Einladung des Ministeriums für Gesundheit, mit detaillierten Anweisungen, wie sie einen Termin in einem Impfzentrum ihrer Wahl vereinbaren können. Persönliche Hilfe wird auch über eine eigens dafür eingerichtete Hotline unter der Nummer (+352) 247-65533 angeboten.

Die Personen, die entsprechend der Definition der Phase 3b als erheblich gefährdet gelten, können ab Ende nächster Woche über ihren Haus- oder Facharzt zur Impfung angemeldet werden und erhalten dann eine Einladung per Post.

Wer wird in Phase 4 geimpft?

In der 4. Phase werden die folgenden Personengruppen geimpft:

Phase 4a: Aufgrund ihres Alters mäßig gefährdete Personen

  • Personen im Alter zwischen 65 und 69 Jahren, beginnend mit den Ältesten.

Phase 4b: Aufgrund von Vorerkrankungen mäßig gefährdete Personen

  • Personen mit einem der folgenden Faktoren:
    • Diabetes mit oder ohne Insulin, mit kardio-neurovaskulären Komplikationen
    • Schwere arterielle Hypertonie mit Folgeerscheinungen eines Schlaganfalls oder einer damit verbundenen Herzerkrankung
    • Neuromuskuläre Erkrankung mit klinischen Implikationen

Die von der Phase 4a betroffenen Personen, d. h. Personen zwischen 65 und 69 Jahren, erhalten per Post eine Einladung des Ministeriums für Gesundheit, mit detaillierten Anweisungen, wie sie einen Termin in einem Impfzentrum ihrer Wahl vereinbaren können. Persönliche Hilfe wird auch über eine eigens dafür eingerichtete Hotline unter der Nummer (+352) 247-65533 angeboten.

Personen, die als mäßig gefährdet im Rahmen der Phase 4b gelten, können ab dem 1. April über ihren Haus- oder Facharzt zur Impfung angemeldet werden und erhalten dann eine Einladung per Post.

Wer wird in Phase 5 geimpft?

In der 5. Phase werden die folgenden Personengruppen geimpft:

Phase 5a: Personen im Alter von 55-64 Jahren, beginnend mit den Ältesten

Phase 5b: Personen, die einen Gesundheitszustand haben, der sie einem erhöhten Risiko aussetzen kann

  • Personen mit einem der folgenden Faktoren:
    • Eingestellte Diabetes, ohne Komplikationen
    • Unkomplizierte arterielle Hypertonie
    • Fettleibigkeit (Body-Mass-Index 30-40 kg/m2)
    • Schwangerschaft

Die von der Phase 5a betroffenen Personen, d. h. die 55- bis 64-Jährigen, erhalten per Post eine Einladung des Ministeriums für Gesundheit, mit detaillierten Anweisungen, wie sie einen Termin in einem Impfzentrum ihrer Wahl vereinbaren können. Persönliche Hilfe wird auch über eine eigens dafür eingerichtete Hotline unter der Nummer (+352) 247-65533 angeboten.

Personen mit einem Gesundheitszustand, der sie nach der Definition der Phase 5b einem erhöhten Risiko aussetzen kann, können sich ab dem 8. April über ihren Haus- oder Facharzt zur Impfung anmelden und erhalten dann eine Einladung per Post.

Die Einladungen werden verschickt, sobald die Impfstoffe verfügbar sind. 

Wer wird in Phase 6 geimpft?

In der 6. Phase werden die folgenden Personengruppen geimpft:

Phase 6a: Spezifische Kategorien innerhalb der Allgemeinbevölkerung

  • Personen in prekären Verhältnissen, die in Gemeinschaften leben und aufgrund ihrer Gefährdung bisher nicht geimpft wurden.
  • Andere Personen, die durch ihre Tätigkeit einer Infektion besonders ausgesetzt sind

Phase 6b: Allgemeine Bevölkerung

  • Allgemeine Bevölkerung im Alter von 16 bis 54 Jahren, beginnend mit den Ältesten, die bisher nicht aufgrund einer Gefährdung geimpft wurden
Alle Dokumente zur Impfung finden Sie hier

Täglicher Lagebericht

  • 159.110 Gesamtzahl verabreichter Impfdosen

  • 113.942 Gesamtzahl 1. Dosis

  • 45.168 Gesamtzahl 2. Dosis

  • 5.686 Impfdosen pro Tag

    1. Dosis: 3.505
    2 Dosis: 2.181

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