Impfung

Die Impfung ist der wirksamste Weg zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Sie ermöglicht es uns, uns selbst und unsere Mitbürger zu schützen. Dank der gemeinsamen Anstrengungen der weltweiten medizinischen Gemeinschaft können wir uns heute glücklich schätzen, Zugang zu SARS-CoV-2-Impfstoffen zu haben. Dies ist ein wesentliches Element im Kampf gegen COVID-19 und wird uns helfen, die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Gesellschaft einzudämmen.

Die luxemburgische COVID-19-Impfstrategie unterstützt den Zugang zu sicheren und wirksamen Impfstoffen und deren Verfügbarkeit, sobald sie auf den Markt gebracht werden.

Dies wird die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie abfedern. Der Impfstoff wird dazu beitragen, Leben zu retten und unsere Ressourcen bestmöglich zu nutzen.

Es bleibt nach wie vor wichtig, während der Umsetzung der Impfstrategie, die Hygieneregeln zu befolgen und eine Maske zu tragen.

Terminbuchung:

  • Sie werden per Post zur Impfung eingeladen.
  • Die Einladung enthält einen personalisierten Code, der 2 Wochen lang gültig ist und nicht verlängert werden kann!
  • Mit diesem Code vereinbaren Sie bitte Ihre Termine online über www.covidvaccination.lu.
  • Die Impfung muss wiederholt werden: denken Sie also bitte daran, einen zweiten Termin mit demselben personalisierten Code zu vereinbaren.

Bitte beachten Sie: Die Impfung kann nicht in einer Arztpraxis oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Falls es Ihnen technisch nicht möglich ist, Ihren Termin online zu buchen, kontaktieren Sie bitte die Helpline Santé: 247-65533.

Impfzentren:

Sie haben einen Impftermin?

Bitte begeben Sie mit Ihrer Buchungsbestätigung, Ihrer Sozialversicherungskarte (CNS) und Ihrem Personalausweis zum Impfzentrum. 

InfoVAXX:

Unter dieser Rubrik finden Sie Informationsmaterial, das von der Luxemburger Regierung im Rahmen der COVID-19-Impfkampagne konzipiert wurde.

Sie können dieses Material herunterladen und frei für Ihre Sensibilisierungs- und Informationsarbeit nutzen. Infovaxx wird fortlaufend ausgebaut und aktualisiert. 

FAQ

Impfstrategie

Wer wird in der Anfangsphase geimpft werden?

In der Anfangsphase wird der Impfstoff nicht in ausreichenden Dosen zur Verfügung stehen, damit alle gleichzeitig geimpft werden können. Es wird daher notwendig sein, Prioritäten zu setzen.

Im Rahmen der Bewältigung der COVID-Krise besteht das vorrangige Ziel darin, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, vor allem von gefährdeten Personen und Personen mit hohem Infektionsrisiko. Ziel ist es, die bestmögliche medizinische Versorgung der COVID-Patienten zu gewährleisten und die Kapazität des Gesundheitssystems, insbesondere der Krankenhäuser, zu erhalten.

Die Fachkräfte des Gesundheitswesens und das in Krankenhäusern und Altenheimen tätige Personal gehören zu denjenigen, die am stärksten gefährdet sind, COVID-19 ausgesetzt zu werden, und verdienen daher besondere Beachtung und speziellen Schutz, auch um einen "sanitären Gürtel" um die in ihrer Obhut befindlichen infizierten Personen zu bilden.

Ebenso werden Personen, die in Altenheimen leben, vorrangig geimpft. In der Tat sind das Alter und das Vorhandensein von Komorbiditäten nicht zu vernachlässigende Risikofaktoren.

Über die Priorisierung anderer Personenkategorien wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden, je nach Verfügbarkeit zusätzlicher Impfstoffdosen.

Wann wird der Rest der Bevölkerung geimpft sein?

Der Rest der Bevölkerung wird je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe und der Impfstrategie geimpft. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Impfkampagne bis weit in das Jahr 2021 hineinziehen wird. 

Einsatzstrategie

Wie läuft der Impfprozess ab?

Personen, die anhand der Prioritätsreihenfolge identifiziert wurden, werden per Post eingeladen, sich impfen zu lassen.

Jede Einladung enthält einen personalisierten Zugangscode, der es dem Empfänger ermöglicht, sich mit einer Impf-Applikation zu verbinden.

Der Bürger kann sein Impfzentrum und sein bevorzugtes Zeitfenster wählen (je nach Verfügbarkeit von Terminen). Bei der Terminvereinbarung muss der Bürger einige Angaben zu seinem Gesundheitszustand machen.

Darüber hinaus werden die Personen die Möglichkeit haben, sich an eine von der Gesundheitsdirektion betriebene Hotline zu wenden, um Unterstützung bei der Terminbuchung zu erhalten.

Der Bürger meldet sich mit seinem Bestätigungsschreiben an der Rezeption, welche die Angaben überprüft und diese gegebenenfalls vervollständigt. Der Patient geht dann zum Arzt, der die Informationen des Patienten konsultiert. Der Arzt füllt den zweiten Teil des Impffragebogens aus, wählt den am besten geeigneten Impfstoff aus, füllt die Angaben in der Applikation aus und druckt die Impfbescheinigung aus. Sollte der Patient nach der Impfung im Ruhebereich unerwünschte Nebenwirkungen verspüren, wird er vom Personal des Zentrums betreut und seine Auswirkungen dokumentiert.

Termine für Personen, die medizinisch gefährdet sind, werden in Absprache mit dem Arzt der betroffenen Person vereinbart.

Wo kann ich mich impfen lassen?

Es werden Impfzentren eingerichtet, um eine geografische Verteilung im ganzen Land zu gewährleisten. Die genauen Standorte werden noch bestimmt. Vorläufig wurden folgende Standorte festgehalten:

  • Standort Region Zentrum - Hall Victor Hugo in Luxemburg-Limpertsberg
  • Standort Region Süden - Maison des matériaux in Belval

Weitere Standorte für die Region Zentrum-Ost, Norden und Osten sind in Planung. Das im Zentrum gelegene Impfzentrum wird als erstes eröffnet und damit die erste Phase der Impfung sicherstellen. Alle Standorte werden für die Ankunft der Impfstoffe einsatzbereit sein.

Allgemein

Warum ist die Impfung wichtig?

Impfstoffe gelten als einer der wichtigsten Errungenschaften der modernen Medizin und haben es uns ermöglicht, Infektionskrankheiten wie Pocken, Poliomyelitis, Cholera, Grippe und Masern zu bekämpfen.

Der Zweck der Impfung besteht darin, dem Individuum einen spezifischen Schutz gegen einen pathogenen Erreger zu bieten, um eine Infektion und ihre Folgen bei einem späteren Kontakt zu vermeiden. Sie bietet individuellen Schutz vor tödlichen Krankheiten, potenziell schweren Komplikationen oder vor Krankheiten, für die es keine kurative Behandlung gibt.

Sie schützt nicht nur den Einzelnen, sondern dient auch dazu, eine "Herdenimmunität" zu erzeugen, um gefährdete Menschen und solche, die nicht geimpft werden können, zu schützen.

Impfstoffe verhindern jedes Jahr weltweit bis zu 3 Millionen Todesfälle und haben seit 1990 zu einem Rückgang der Kindersterblichkeit um 65% beigetragen.

Wie viele Menschen müssen geimpft werden, um Herdenimmunität zu erreichen?

Die "Herdenimmunität" ist ein bei der Impfung verwendetes Konzept, bei dem eine Population gegen ein bestimmtes Virus geschützt ist, sobald eine bestimmte Schwelle überschritten ist. Bei der Herdenimmunität wird die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung geimpft, wodurch die Gesamtmenge des Virus, die sich in der gesamten Bevölkerung verbreiten kann, verringert wird. Daher muss nicht jede Person geimpft werden, um geschützt zu werden, wodurch gefährdete Gruppen geschützt werden, die nicht geimpft werden können.

Der Prozentsatz der Menschen, die Antikörper haben müssen, um eine Herdenimmunität gegen eine bestimmte Krankheit zu erreichen, hängt von der jeweiligen Krankheit ab. So wird beispielsweise eine Herdenimmunität gegen Masern erreicht, wenn etwa 95% einer Population geimpft sind. Die restlichen 5% sind geschützt, weil sich die Masern unter den Geimpften nicht ausbreiten werden. Bei Polio liegt die Schwelle bei etwa 80%. Einigen Publikationen zufolge sollte ein Schwellenwert von 70% erreicht werden, um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus zu stoppen. Bevor wir dies jedoch mit Sicherheit sagen können, bedarf es noch etwas mehr Nachforschung.

Das Erreichen einer Herdenimmunität mit sicheren und wirksamen Impfstoffen macht die Krankheit seltener und rettet Leben.

Was sind die möglichen Nebenwirkungen?

Im Allgemeinen sind die Nebenwirkungen von Impfstoffen in der Regel gering. Am häufigsten treten Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit oder Rötungen an der Stelle auf, wo der Impfstoff injiziert wird. Obwohl sie unangenehm sind, klingen diese Nebenwirkungen in der Regel innerhalb von ein oder zwei Tagen ab.

Impfstoffe sind Arzneimittel. Sie erfüllen daher die gleichen Anforderungen an die Marktzulassung und die Anwendungssicherheit sowie die gleichen Überwachungsbedingungen wie andere Arzneimittel. Die Aufgabe der Europäischen Arzneimittel-Agentur besteht darin, die Sicherheit der auf den Markt gebrachten Impfstoffe zu gewährleisten.

Zum Zeitpunkt der Markteinführung sind nicht alle mit einem Medikament verbundenen Risiken bekannt. Dies gilt insbesondere für Impfstoffe gegen COVID-19. Deshalb wird der Impfstoff oder das Medikament, wenn es auf den Markt kommt und mehr Menschen zur Verfügung steht, auch weiterhin kontinuierlich überwacht und analysiert, und zwar im Hinblick auf das sich ändernde Wissen und seine Anwendung im Alltag.

Der Einsatzplan für den COVID-19-Impfstoff wird der aktiven Überwachung der Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffprodukte, die auf dem luxemburgischen Markt im Umlauf sind, durch die Erhebung von Echtzeit-, Mittel- und Langzeitdaten besondere Aufmerksamkeit widmen. Es werden strenge Verfahren zur Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit aller Operationen auf allen Ebenen eingeführt, und die Umsetzung der Impfstrategie wird durch verschiedene Informationssysteme und informatische Tools unterstützt. 

FAQ

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