FAQ Impfung

Einsatzstrategie

Ich bin Grenzgänger und arbeite in Luxemburg. Wo werde ich geimpft?

Jedes EU-Land erhält die Impfstoffe entsprechend der Anzahl seiner Einwohner. Sie werden also in dem Land geimpft, in dem Sie wohnen.

Seit dem 5. Juli 2021, haben Grenzgänger ab 18 Jahren die Möglichkeit, sich online in eine oder mehrere von 3 getrennten Listen einzutragen um ihr Interesse an einer freiwilligen Impfung mit Vaxzevria (AstraZeneca), Janssen (Johnson & Johnson) oder einem mRNA-Impfstoff zu bekunden. Die Anmeldung erfolgt über impfen.lu.

Allgemein

Welche Impfstoffe gibt es derzeit gegen COVID-19?

4 Impfstoffe gegen Coronaviren haben die Marktzulassung der Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und grünes Licht von der Europäischen Kommission für ihre Anwendung erhalten. Dieser Prozess ist sehr wichtig, weil er die Sicherheit und Qualität der Impfstoffe sowie deren Wirksamkeit garantiert.

Am 21. Dezember 2020 erteilte die EMA einen positiven Bescheid für den Impfstoff von BioNTech/Pfizer, der anschließend von der Europäischen Kommission genehmigt wurde. Dieser Impfstoff wurde am 28. Dezember 2020 zum ersten Mal in Luxemburg verabreicht. In der Zwischenzeit wurde auch der Moderna-Impfstoff am 6. Januar 2021 zugelassen, und unser Land war der erste EU-Mitgliedstaat, der mit Moderna-Impfstoffen beliefert wurde. Der Impfstoff von AstraZeneca wurde am 29. Januar 2021 von der EMA zugelassen. Der Impfstoff von Janssen wurde am 11. März zugelassen und wird bald in Luxemburg und den EU-Mitgliedstaaten angeboten. Unser Land verfügt derzeit über 3 sichere Coronavirus-Impfstoffe, die als Teil der Impfstrategie verabreicht werden können.

Andere COVID-19-Impfstoffe befinden sich noch im Verfahren zur Zulassung durch die EMA. Dazu gehören Curevac, Novavax und Sputnik V.

Ist der Coronavirus-Impfstoff sicher?

COVID-19-Impfstoffe werden nach den gleichen strengen behördlichen Anforderungen an pharmazeutische Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit entwickelt, wie jedes andere Medikament.

Bevor ein Impfstoff auf den Markt kommt, durchläuft er mehrere Stufen, angefangen von strengen Tests, bei denen die Qualität des Impfstoffs kontrolliert wird, über die Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) bis hin zu einer wissenschaftlichen Bewertung durch die Aufsichtsbehörden (EMA und andere Aufsichtsbehörden in den EU/EWR-Ländern), bevor seine Wirksamkeit durch Forschung zunächst im Labor und dann an Freiwilligen getestet wird. Es ist zu beachten, dass klinische Prüfprogramme in Übereinstimmung mit den von den Zulassungsbehörden festgelegten Verfahren und Protokollen durchgeführt werden müssen. Außerdem müssen diese in jedem Fall von einer medizinischen Ethikkommission genehmigt werden.

Wer ist im Falle einer negativen Auswirkung von COVID-19-Impfstoffen auf die öffentliche Gesundheit verantwortlich?

Wie bei jedem anderen Impfstoff ist im Prinzip der Hersteller des Impfstoffs verantwortlich, wenn es zu unerwünschten Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit kommt. Die unerwünschte Wirkung muss jedoch auf ein Problem mit dem Produkt selbst, seiner Zusammensetzung oder Herstellung zurückzuführen sein.

Der Arzt, der die Impfung durchführt, ist auch zivilrechtlich haftbar, wenn ihm bei der Handhabung oder Verabreichung des Impfstoffs ein Fehler unterläuft und dieser Fehler die Ursache für die Nebenwirkungen ist.

Wenn schließlich eine Impfung durch eine Rechts- oder Verwaltungsvorschrift vorgeschrieben oder vom Staat empfohlen wird und diese Impfung den Tod der geimpften Person verursacht oder zu einer dauerhaften körperlichen Unfähigkeit führt, haftet der Staat für den Schaden, unbeschadet etwaiger Maßnahmen, die nach dem allgemeinen Recht ergriffen werden können, und soweit der Schaden nicht nach dem Sozialversicherungsgesetz ersatzfähig ist. 

Wird die Impfung gegen COVID-19 obligatorisch sein?

Nein. Wie bei den meisten Impfungen in Luxemburg wird auch die Impfung gegen COVID-19 auf freiwilliger Basis durchgeführt. 

Ich hatte bereits eine COVID-19-Infektion, kann ich trotzdem geimpft werden?

Eine Person, die mit dem Coronavirus in Kontakt war, kann dagegen geimpft werden. Es ist derzeit nicht möglich zu behaupten, dass eine Person, die Kontakt mit COVID-19 hatte, immun gegen die Krankheit bleibt. Auch die Dauer einer eventuellen Immunität kann nicht vorausgesagt werden. Leider wurde über Neuinfektionen berichtet.

Schützt der Impfstoff auch vor Mutationen des Virus?

Mutationen beeinträchtigen nicht unbedingt die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen das Virus.

Die wissenschaftliche Fachwelt und die Aufsichtsbehörden überwachen, ob sich das Coronavirus im Laufe der Zeit verändert und ob die Impfstoffe Menschen vor einer Infektion mit neuen Varianten schützen können. Wenn sich herausstellt, dass Anpassungen erforderlich sind, wird die Wissenschaft eine Antwort auf diese Frage geben, wie sie es auch bei anderen Viren tut, an die wir uns angepasst haben.

Muss ich mich jedes Jahr gegen das Coronavirus impfen lassen?

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es nicht möglich, diese Frage zu beantworten, da wir nicht genau wissen, wie lange die mit dem Impfstoff erzielte Immunisierung anhält, ob sie die verschiedenen Mutationen des Virus abdeckt oder ob diese eine regelmäßige Änderung der Zusammensetzung des Impfstoffs erfordern, wie es z. B. bei der saisonalen Grippe der Fall ist. 

Bin ich nach der Impfung sofort immun?

Etwa 2 Wochen nach der ersten Impfdosis bietet die anfängliche Immunreaktion einen teilweisen Schutz gegen die Infektion. Es dauert jedoch 2 Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis, bis die Immunreaktion vollständig und der Schutz vor einer Infektion optimal ist.

Wie bei anderen Impfstoffen auch, bietet der Impfstoff gegen COVID-19 auch nach der zweiten Impfung keinen 100%igen Schutz. Es ist trotzdem möglich, sich zu infizieren. Die Impfung hilft, die Symptome der Krankheit zu reduzieren.

Es ist wichtig, die gängigen Barrieremaßnahmen weiterhin zu beachten, um möglichst viele Infektionen zu vermeiden.

Kann ich nach der Impfung aufhören, die Barrieremaßnahmen zu befolgen?

Nein. Auch nach der Impfung müssen Sie weiterhin die Barrieremaßnahmen und andere Schutzmaßnahmen einhalten, und zwar so lange, bis die Gesundheitskrise insbesondere durch die Herdenimmunität wirksam unter Kontrolle gebracht wurde. Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass eine geimpfte Person nicht mehr Träger des Virus ist. Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis diese Herdenimmunität erreicht ist. Sie stellt sicher, dass eine ausreichend große Anzahl von Menschen immunisiert sind.

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